Das Herz-Lungen-System ist jene Zentrale, die unseren Körper mit all seinen Organen mit dem lebenswichtigen Sauerstoff versorgt. Wenn dieses System durch Krankheit geschwächt ist, zieht dies viele andere lebensbedrohliche Erkrankungen nach sich, da jedes unserer Organe, so auch das Gehirn, nur mit ausreichender Sauerstoffversorgung funktionieren kann.

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Unsere Bronchien sind sozusagen die „Luftautobahnen“, über die der Sauerstoff „konduktiv“ in die kleineren, „respiratorischen“ Verästelungen bis hin in die Lungenbläschen (Alveolen), wo der eigentliche Gasaustausch stattfindet, geleitet wird. Man tut gut daran, sich die Lunge wie einen Baum vorzustellen, der auf dem Kopf steht, wobei der Mund-Nase-Raum die „Wurzel“ darstellt, während die Luftröhre, die in die Hauptbronchien führt, den Stamm darstellt, von dem aus dann viele Seitenäste abzweigen.

Ungefähr 7,5 Prozent der in Deutschland versterbenden Menschen erleiden den Tod aufgrund einer Erkrankung des Atmungssystems (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/_inhalt.html#sprg229156). Warum unsere Lunge einschließlich der Bronchien so empfindsam ist und welche Maßnahmen helfen können, wieder besser Luft zu bekommen, darüber versucht dieser Artikel vom Grundsatz her aufzuklären. Doch bevor wir auf die medizinischen Aspekte und die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten näher eingehen, kommen wir um einen kleinen Exkurs über die Ernährung nicht herum.

„Du bist, was Du isst“

In der Tat wird unser Körper jeden Tag biochemisch durch die Stoffe aufgebaut, die wir ihm von außen zufügen. Dazu gehört natürlich auch die Luft, die wir atmen. An dieser Stelle machen sehr viele Menschen, meistens ohne es zu wissen, große Fehler. Eine falsche, ungesunde Ernährungsweise führt über längere Zeit zu einer nachhaltigen Übersäuerung des ganzen Körpers. Unter anderem die massive Zuführung gesättigter Fettsäuren überschwemmt den Körper jeden Tag aufs Neue mit aggressiven freien Radikalen, die unsere Zellen immer wieder attackieren, bis sie sich schließlich zu Krebszellen wandeln. Zu den ärgsten Feinden unserer Gesundheit gehören:

  • Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Drogen oder Nebenwirkungen durch Medikamente
  • Industriezucker und Weißmehl
  • Gesättigte Fettsäuren (zum Beispiel gebratenes Schweinefleisch, geräucherte Würste)

Unmittelbare Folge ist ein messbarer, deutlich erhöhter Entzündungsstatus im ganzen Körper. Je nach individueller Befindlichkeit und genetischer Disposition wirkt sich dieser dann zum Beispiel so aus:

  • Überempfindliches Bronchialsystem
  • Entwicklung von Allergien
  • Asthma
  • Diabetes
  • Gicht
  • Entwicklung von Krampfadern

Wer nicht nur Symptome mit Medikamenten dämpfen möchte, sondern langfristig und nachhaltig etwas für seine Gesundheit tun möchte, muss an die Ursachen herangehen, indem er sich eingehend mit dem großen Thema Ernährung auseinandersetzt und am besten mal unter dem Stichwort „basische Ernährung“ genauer hinschaut.

Doch kommen wir nun zu den medizinischen Aspekten des Themas Bronchien, weil eine akute Luftnot nicht durch eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten in den Griff zu kriegen ist, sondern instantan wirksame Medikamente erfordert.

Was sind die Bronchien und wo befinden sie sich?

Sämtliche Luftwege in unserer Lunge zusammengenommen werden als Bronchialsystem bezeichnet. Dieses wird in einen respiratorischen und einen konduktiven Abschnitt eingeteilt. Letzterer ist lediglich für den Transport der Luft zuständig. Zu diesem sogenannten anatomischen Totraum des Bronchialsystems zählen die Bronchien und die Bronchioli terminales und lobulares.

Der respiratorische Abschnitt ist jener Teil des Bronchialbaumes, wo der lebenswichtige Gasaustausch stattfindet. Er besteht aus dem Ductus alveolares mit den Lungenbläschen (Alveolen) und den Bronchioli respiratorii.

Hauptbronchien

Unser Herz befindet sich dicht hinter dem Brustbein und ragt ein wenig in die linke Thoraxhälfte hinein. Aus diesem Grunde ist der linke Teil der Lunge etwas kleiner als der rechte Teil und besteht nur aus zwei Lungenlappen, während rechts drei Lungenlappen vorhanden sind. In der Konsequenz teilt sich der linke Hauptbronchus so auf, dass er die zwei Lungenlappen versorgen kann. Der rechte Hauptbronchus entsprechend in drei, wobei die Durchmesser jeweils acht bis zwölf Millimeter betragen.

Vorstellen darf man sich die Bronchien in etwa so wie jene quer geriffelten Kunststoffröhren, die in Gebäuden zum Beispiel als Lüftungsschläuche verwendet werden oder zum Durchfädeln elektrischer Leitungen. Die sogenannten Segmentbronchien sind international gültig durchnummeriert worden, um eine Eindeutigkeit bei der Kommunikation der Ärzte zu ermöglichen.

Segmentbronchien

Die Teilung beziehungsweise Verästelung der Bronchien nimmt dann weiter seinen Lauf. Solange ihr Durchmesser noch größer oder gleich 1 mm ist, bestehen die Bronchialwände im Wesentlichen aus einer Art Knorpelmaterial mit Becherzellen und dem sogenannten Flimmerepithel. Auf Letzteres kommen wir später noch zu sprechen.

Bei weiter fortschreitender Verästelung ist unter der Schleimhaut ein quasi ringförmiges Muskelsystem um die dünnen Luftwege angelegt. Es fungiert gleichsam wie ein Schrankensystem. Wenn von außen beispielsweise giftige Gase oder Feinstaub in die Bronchien eindringen, reagieren diese kleinen Ringmuskeln reflexartig und drücken die Luftwege zusammen. Das ist sehr unangenehm, weil man dadurch kaum noch Luft bekommt und zu ersticken droht. Erst bei Verlust des Bewusstseins löst sich die Verkrampfung der Ringmuskeln mit der Folge, dass der Bewusstlose zum Beispiel bei einem Brand dann eben an Vergiftung stirbt.

Bronchiolen

Die „Bronchioli“ sind noch immer röhrenförmige Luftbahnen, allerdings nun schon ohne den Wandknorpel. Dafür besitzen sie das so wichtige Flimmerepithel, allerdings keine Becherzellen mehr. Das Flimmerepithel darf man sich wie ein Fell vorstellen, dessen „Haare“ in der Lage sind, Fremdkörper, so zum Beispiel auch verhärteten Schleim, nach außen zu befördern, um alles abhusten zu können. Wer über Jahre an Bronchitis, also an Entzündungen der Bronchien leidet, verliert die Funktionsfähigkeit dieser empfindlichen Flimmerhärchen.

Die Bronchiolen teilen sich dann nochmals in vier oder fünf Endbronchiolen auf (Bronchioli terminales), die wiederum in die Bronchioli respiratorii übergehen. Letztere sind nur noch 0,4 Millimeter weit und maximal 3,5 Millimeter lang. Zum Teil bestehen ihre Wände bereits aus Lungenbläschen, die auch als Alveolen bezeichnet werden. Danach folgen die schmalen Alveolargänge (Ductus alveolares), die nun ausschließlich aus Alveolen bestehen und im Saccus alveolaris enden. 

Welche Funktion übernehmen die Bronchien?

Aus der obigen Beschreibung des Aufbaus unseres Bronchialsystems geht einigermaßen plausibel hervor, dass die wesentliche Aufgabe der Bronchien darin besteht, unsere Atemluft bis ins tiefere respiratorische System der Lunge zu leiten. Die oberen, knorpelharten, weiten Bronchien stellen daher eher eine Art „Autobahn“ für den Luftstrom dar.

Wer unter einer Bronchitis und/oder Luftnot leidet, hat sein gesundheitliches Problem oftmals im Übergangsbereich, dort, wo entweder die Flimmerhärchen geschädigt sind und die Bronchiolen sich nicht mehr ausreichend des Schleims entledigen können, oder es ist die Bronchialmuskulatur, die zum Beispiel aufgrund einer Allergie stark verkrampft.

Bronchien gereizt – was tun?

Gereizte Bronchien sind zunächst einmal eine ziemlich normale Vorstufe einer Erkältung und können sehr einfach mit guten alten Hausmitteln wie warme (Fuß)Bäder im Verein mit Husten- und Bronchialtees und viel Schlaf behandelt werden. Meistens äußern sich gereizte Bronchien im Anfangsstadium mit einem Katarrh im Hals, sodass man sich oft räuspern muss.

Deutlich unangenehmer und unbedingt ernst zu nehmen ist die Bronchitis, unter der vor allem Menschen mit einem überempfindlichen Bronchialsystem meistens sogar mehrmals im Jahr leiden. Wenn andere einen kleinen Schnupfen bekommen, geht es bei den Betroffenen immer gleich tief in die Bronchien. Besonders nachts wachen sie manchmal mit beängstigender Luftnot auf, weil sich die ganze Lunge nicht zuletzt durch das Liegen auf dem Rücken hochgradig verschleimt hat.

Die Mittel der Wahl sind in diesen Fällen Hustenlöser und schleimlösende Brausetabletten oder auch pflanzliche Schleimlöser wie GeloMyrtol. Die Dosierungen entnehmen Sie dann bitte den Beipackzetteln.

Chronische Bronchialleiden

Bei vielen Menschen entscheidet die ganz individuelle genetische Disposition darüber, dass ausgerechnet ihre Bronchien besonders empfindlich zum Beispiel auf Umweltgifte oder auch Tierhaare reagieren. Ein extremer Fall ist die meistens angeborene Mukoviszidose, eine sehr starke Neigung zur Verschleimung der Bronchien, die früher dazu führte, dass die Betroffenen kaum das Alter des Jugendlichen erreichen konnten. Heute lässt sich mit modernen Medikamenten sehr viel erreichen, aber das ist ein umfängliches eigenes Thema.

Der weitaus größte Teil der Patienten, die von einem chronischen Bronchialleiden betroffen sind, können aufgrund des Aufbaus unseres Bronchialsystems mit zwei Arten von Medikamenten recht gut behandelt werden.

Da sind zum einen die bronchialerweiternden Mittel, die sogenannten Bronchodilatatoren, die unmittelbar nach der Einnahme (meistens als Spray) den Spasmus der Bronchialmuskulatur zurücknehmen, und zum anderen die kortisonhaltigen Präparate (ebenfalls Sprays), die der Patient über längere Zeitstrecken regelmäßig nimmt, um langfristig die Entzündung aus den Bronchien zu drängen.

Letztere sollten nicht zu kritisch gesehen werden, da das Kortison in sehr geringer Dosierung durch Inhalation direkt an den Herd des Geschehens geführt wird und daher weit davon entfernt ist, die Knochen zu schwächen, was ja bei hoch dosiertem Kortison tatsächlich passiert.

Schmerzen in den Bronchien – mögliche Ursachen

Thoraxschmerzen, also Schmerzen im Bereich des Brustkorbs, müssen nicht unbedingt ihre Ursache in der Lunge haben. Es kann sich dabei um das Symptom einer Erkrankung des Herzens, der Gefäße, der Speiseröhre oder der Knochen, Sehnen und Muskeln handeln. Die wahre Ursache der Brustschmerzen kann der Arzt, und diesen sollten Sie in einem solchen Fall unbedingt konsultieren, mit folgenden Fragen meistens recht gut eingrenzen:

  • Befindet sich das Zentrum der Schmerzen eher über der Brust, auf einer Seite oder am Rücken?
  • Lässt sich die Position des Schmerzes gut eingrenzen oder strahlt der Schmerz eher in mehrere Richtungen aus?
  • Würden Sie den Schmerz eher als stechend, brennend oder dumpf beschreiben?
  • Ist der Schmerz dauerhaft vorhanden oder tritt er wiederholt kurzfristig in Erscheinung?
  • Haben die Schmerzen in letzter Zeit zugenommen?
  • Können Sie selbst durch Ihre Körperhaltung die Intensität der Schmerzen beeinflussen?

Die Antworten auf diese und weitere Fragen sind ganz entscheidend für die Diagnose und das weitere Vorgehen bei den Untersuchungen wie Röntgen, MRT und so weiter.